Komfortabel wohnen bei sehr geringen Energiekosten – Passivhäuser
machen es möglich. Sie sparen im Vergleich zu modernen Neubauten etwa
80 Prozent der Heizenergie ein. Selbst marode Altbauten lassen sich mithilfe
von Passivhauskomponenten in Energiesparhäuser verwandeln. Beim
neunten bundesweiten Tag des Passivhauses sind vom 9. bis 11. November
2012 allein in der Region Hannover 16 Neu- und Altbauten zu besichtigen. Die
Bandbreite reicht vom großzügigen Einfamilienhaus über Reihenhäuser bis
hin zu Mehrfamilienhäusern. Bewohner und Planer erläutern vor Ort, durch
welche konkreten Maßnahmen sie Heizenergie einsparen und Wohnkomfort
dazugewinnen. Hierzu gehören besonders gut gedämmte Wände, Fenster mit
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung sowie Komfortlüftungsanlagen mit
Wärmerückgewinnung. Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region
Hannover organisiert die regionale Veranstaltung gemeinsam mit dem
enercity-Fonds proKlima. Initiator des Passivhaustages ist die Informations-
Gemeinschaft Passivhaus Deutschland.
Passivhäusern gehört die Zukunft
Auch die EU hat erkannt, dass am Passivhaus kein Weg vorbeiführt: Ab dem
1. Januar 2020 sollen alle in Europa entstehenden Neubauten hocheffiziente
„nearly zero energy buildings“ sein. „Wer heute ein Passivhaus baut, setzt
ökologisch und ökonomisch auf die richtige Karte. Denn der Baustandard ist
ressourcenschonend, macht weitgehend von der Energiepreisentwicklung
unabhängig und wird auch in Zukunft Stand der Technik sein“, betont Udo
Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur.
Dank der hohen baulichen Qualität überzeugen Passivhäuser auch durch ein
besonders behagliches Raumklima. Angenehme Innentemperaturen ohne
Zugerscheinungen bei permanent hygienischer Raumluft sind die besonderen
Vorteile. „Passivhäuser stehen für Energieeffizienz mit Lebensqualität. Wer
auf den innovativen Baustandard setzt, profitiert mehrfach“, ist sich proKlima-
Geschäftsführer Harald Halfpaap sicher.
Energieeffizienz und erneuerbare Energien ergänzen sich
Bei Passivhäusern lässt sich der restliche Energiebedarf komplett durch
regenerative Energieträger decken. Besonders konsequent wird dieses
Konzept in der Null-Emissions-Siedlung „zero:e park“ umgesetzt, die derzeit
mit 300 Passivhäusern in Hannover-Wettbergen entsteht. Einige der bereits
fertiggestellten oder im Bau befindlichen Gebäude sind beim Tag des
Passivhauses zu besichtigen.
Aufgrund der zahlreichen Anschauungsbeispiele wurde die Leinestadt sogar
als Vorreiterregion des EU-Projekts PassREg (Passive House Regions with
Renewable Energy) ausgewählt und dient damit anderen europäischen
Regionen als Vorbild. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Passivhaus-Standard
in Kombination mit erneuerbaren Energien zu verbreiten.
Internetseite und Faltblatt mit Besichtigungsterminen
Alle Bauprojekte, die beim Tag des Passivhauses in der Region Hannover zu
sehen sind, stehen mit Adresse und den jeweiligen Besuchszeiten unter
www.klimaschutz-hannover.de im Internet. Zusätzlich können Interessierte ein
Programm-Faltblatt beim Service-Center der Klimaschutzagentur Region
Hannover telefonisch unter 0511 22 00 22-20 (Montag und Donnerstag von 9
bis 17 Uhr) anfordern.
Auf einen Blick: Tag des Passivhauses in der Region Hannover
Termin: 9. bis 11. November 2012
Regionale Veranstalter: Klimaschutzagentur Region Hannover
proKlima – Der enercity-Fonds
Programm:
www.klimaschutz-hannover.de
Vorbildliche Passivhäuser und Informationen zum energiesparenden Bauen
präsentiert das Portal
www.passivhaus-plattform.de.
Klimaschutzagentur Region Hannover
zum Passivhaustag und zu Fördermitteln:
Info-Telefon: 0511 22 00 22-20 (Mo. und Do. von 9 bis 17 Uhr)
E-Mail:
beratung@klimaschutzagentur.de
proKlima – Der enercity-Fonds
zu Technik und Fördermitteln:
Telefon: 0511 430-19 70 (Mo. bis Fr. von 9 bis 12 Uhr)
E-Mail:
proklima@necity.de