
Eine Skulptur bekräftigt die Freundschaft mit Pattensen
Die Partnerschaft ist 30 Jahre alt. „Hier ist das Erbe, dass wir Euch anvertrauen wollen. Ihr müsst es gedeihen lassen, denn die noch zu erfüllende Aufgabe ist riesig und nichts ist endgültig geschafft“, bemerkte der Bürgermeister, der sich hiermit an die junge Generation wandte.
Dreißig Jahre sind seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Saint-Aubin und Pattensen vergangen, aber nicht eine Wolke trübt diese langjährige und feste Freundschaft. Nicht einmal der Regen konnte den Feierlichkeiten, an denen eine besonders große Delegation von 245 Deutschen teilgenommen hat, etwas anhaben. Dieses Ereignis war von großer Bedeutung sowohl für die deutschen Freunde als auch für die Kommune St.-Aubin, die aus diesem Anlass sogar einen Teil des Rathausvorplatzes hat neu gestalten lassen.
Es war die Gelegenheit, die Gestalter dieser Städtepartnerschaft zu würdigen. „Ein feierliches Engagement, mit dem diese Menschen fortsetzen wollten, das zwanzig Jahre zu-vor mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge initiiert worden war.“ Hieran erinnerte Jean-Pierre Blanquet während der offiziellen Feierstunde, an der neben Günther Griebe, Bürgermeister Pattensens, auch Laurent Fabius, Didier Marie und zahlreiche weitere Politiker und Persönlichkeiten teilgenommen haben.
Für den Bürgermeister von Saint-Aubin steht fest, „dass der Ausrutscher, das Nein der Franzosen im Jahr 2005 gegen den Verfassungsvertrag uns nicht demotivieren darf. Im Gegenteil: Wir müssen die Bildung Europas auf einer für alle akzeptablen Basis wieder in Gang bringen.“
Laurent Fabius pflichtet dem so vollkommen bei. „Man darf sich nicht mit dem zufrieden geben, was erreicht worden ist. Wir müssen nach vorne schauen und Ja sagen zu einem anderen Europa, einem demokratischeren, sozialeren und stärkeren Europa. Hier liegt die Zukunft für die deutsch-französische Freundschaft. Es wird in der Welt keinen Frie-den und keinen Fortschritt ohne dieses starke Europa geben.“
Alle Gestalter der Partnerschaft sind überzeugte Europäer. „Die Jugendlichen unserer beiden Städte sind heute in beiden Partnerschaftskomitees vertreten. Wir befinden uns also auf dem richtigen Wege“, unterstreicht Günther Griebe und erinnert dabei daran, dass die Bildung Europas das Ergebnis eines langen Weges ist und dass der Frieden nicht als Selbstverständlichkeit betrachtet werden darf. Und weil die Sonne über alle Grenzen hinweg für jedermann scheint, haben die Deutschen ihren Gastgebern in St.-Aubin eine Sonnenuhr geschenkt. Letztere wiederum haben den Gästen eine Nachbildung der Skulptur geschenkt, die künftig den Rathausvorplatz schmücken wird und die die deutsch-französische Freundschaft symbolisiert.